Hawaii Teil 3 – Wo man das Sternbild vor lauter Sternen nicht sieht

Aaaaaaaaah - was für ein Anblick!

Aaaaaaaaah – was für ein Anblick!

Und jetzt kommen wir zu „meiner“ Insel – eigentlicher Name auch Hawaii, um Konfusion mit der Inselgruppe zu vermeiden, aber Big Island genannt. Big Island gehört zu dem Jüngsten, was die Erde zu bieten hat, jedes Jahr wird dort neues Land geboren. Die Insel ruht momentan über einem „Hot Spot“, der sich durch die dünne Erdkruste kämpft und Kilauea zu dem aktivsten Vulkan der Welt macht. 2 Monate vor meiner Ankunft war gerade ein neuer Ausbruch, leider (für mich) war bis zu meiner Ankunft schon wieder alles vorüber, und es gab gar keine Lavaströme während ich dort war. Daher kann ich auch keine schönen Bilder von glühender Lava zeigen, sondern nur von erstarrter, erkalteter Lava, aber die hat auch was Schönes.
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Dafür aber gibt es dort Sterne (gibt es überall, aber ich habe selten so einen Sternenhimmel gesehen). Eigentlich hätte ich im Besucherzentrum von Mauna Kea, dem schlafenden Vulkan mit einigen der grössten Teleskope und Observatorien der Welt, als Freiwillige arbeiten sollen, aber wie es so ist, protestieren die Ur-Hawaiianer gerade dagegen, dass ihr heiliger Berg noch mehr Teleskope und Observatorien bekommen soll, daher war der Zugang zum Gipfel gesperrt und das Besucherzentrum geschlossen – alles Gründe, nach Big Island zurückzukehren, eines Tages.

In der Zwischenzeit vergnügte ich mich damit, Bilder des Kraters Halema’uma’u von Kilauea zu machen, dort, wo die Feuergöttin Pele ihr Zuhause hat. Bei Tag ist der Krater wenig eindrucksvoll, aber wartet, bis es dunkel wird…

Hamela'uma'u am Tag - na ja

Hamela’uma’u am Tag – na ja

Halema'uma'u bei Nacht - unvergesslich

Halema’uma’u bei Nacht – unvergesslich

Ein Sternenhimmel

Ein Sternenhimmel

Eine wolkige Nacht - erst war ich enttäuscht, denn mit blossem Auge konnte man nur sehen, dass die Sterne schwach leuchteten in dieser Nacht, aber dann machte ich ein Bild mit langer Belichtungszeit und war sehr glücklich - die Wolken sind rot durch das Glühen der Lava innerhalb des Kraters.

Eine wolkige Nacht – erst war ich enttäuscht, denn mit blossem Auge konnte man nur sehen, dass die Sterne schwach leuchteten in dieser Nacht, aber dann machte ich ein Bild mit langer Belichtungszeit und war sehr glücklich – die Wolken sind rot durch das Glühen der Lava innerhalb des Kraters.

Auch ein netter Wolken-Effekt

Auch ein netter Wolken-Effekt


Der einzige Nachteil – man kann buchstäblich die Konstellationen vor lauter Sternen nicht sehen.

Auch sonst hat Big Island viel zu bieten – Lavastrände, Gezeiten-Pools, in denen es sich hervorragend schnorcheln lässt, „normale“ Strände, tropische grüne Landschaften, abgelöst von Mondlandschaften, in denen die Lavaströme alles Leben ausgelöscht haben (tatsächlich übten die Astronauten hier die Mondlandung) – aber das Leben kämpft sich zurück, überall spriesst es wieder grün durch das schwarze Gestein.

Ein erstes zartes Grün

Ein erstes zartes Grün

Eine natürliche Strassen-Überdachung

Eine natürliche Strassen-Überdachung

Hier war einmal der grösste und schönste schwarze Lavastrand der Welt, jetzt gibt es hier nur noch Lava - und Palmen, die von den Bewohnern von Kalapana, das gleichzeitig mit dem Strand ausgelöscht wurde, als Erinnerung gepflanzt wurden

Hier war einmal der grösste und schönste schwarze Lavastrand der Welt, jetzt gibt es hier nur noch Lava – und Palmen, die von den Bewohnern von Kalapana, das gleichzeitig mit dem Strand ausgelöscht wurde, als Erinnerung gepflanzt wurden

Der letzte Rest von Lavastrand in Kalapana

Der letzte Rest von Lavastrand in Kalapana


Auf Big Island fand ich die freundlichsten Menschen in Hawaii, fast alle schienen geradezu mit Aloha getränkt zu sein – das war auf den anderen Inseln nicht immer so. Ich übernachtete einige Tage in Pahoa an der Südküste – dieses Städtchen wäre im Dezember fast verloren gegangen, als ein grosser Lavastrom in seine Richtung einbog, aber unglaublicherweise hielt der Strom Meter vor der Stadt an – einige sagen, weil Gebete zu Pele der Feuergöttin erfolgreich waren, wer weiss das schon. Auf Big Island verbrachte ich die meiste Zeit, und zu dieser Insel würde ich sofort wieder zurückkehren.
Aaaaaaaaah - was für ein Anblick!

Aaaaaaaaah – was für ein Anblick!

So, das war Hawaii – wunderschön, bemerkenswert, leider weit weg, aber auf jeden Fall eine Reise wert.

7 responses to “Hawaii Teil 3 – Wo man das Sternbild vor lauter Sternen nicht sieht

  1. Aaaahhh! Ich habe mich verliebt! Hawaii muss unbedingt auf meine Reiseliste (du hast sie Bucketlist genannt?)
    Das sind die tollsten Bilder – ein unglaublicher Abschluss für deine “Reise”.

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